Patriot - variabler Immobilisationskragen für Erwachsene & Kinder - je 4 Größen

Artikelnummer: N5-150HA

Durch schnelle und bedienerfreundliche Verstellbarkeit reduziert sie Anwendungsfehler, bietet eine große Trachealöffnung zur Pulskontrolle und eine angenehme Polsterung durch geschlossenzelligen robusten Schaumstoff.
Typ

9,61 EUR

exkl. 19% MwSt., zzgl. Versand

lieferbar

Dieses Produkt hat Variationen. Wählen Sie oben bitte die gewünschte Variation aus.


Beschreibung zu Patriot - variabler Immobilisationskragen

Deckt alle 4 Erwachsenen/Kinder Größen in einer Stütze ab.

Damit werden falsche Größen ausgeschlossen (low / small / regular / tall). Durch schnelle und bedienerfreundliche Verstellbarkeit reduziert sie Anwendungsfehler, bietet eine große Trachealöffnung zur Pulskontrolle und eine angenehme Polsterung durch geschlossenzelligen robusten Schaumstoff. Robustes einteiliges Design, latexfrei, voll röntgenfähig.

Informatives zur HWS-Schiene:
Eine Cervicalstütze oder Zervikalstütze (von lat. cervix, der Hals) ist ein zirkulärer Halsverband zur Entlastung der Halsstrukturen. HWS-Schiene bezeichnet eine Kunststoffmanschette, die die Halswirbelsäule (HWS) immobilisiert. Sie ersetzt einen Teil der Stützfunktion der HWS und setzt die teilweise Bewegungsfähigkeit außer Kraft. Der Kopf ruht auf der Schiene und sie sitzt auf den Schultern auf.

Für die HWS-Schiene hat sich der Produktname Stifneck (von engl. stiff neck, Genickstarre) der Firma Laerdal durchgesetzt. Ein weiteres bekanntes Produkt ist die Ambu Perfit bzw. Ambu Perfit Ace, die sich platzsparend flach lagern lässt und von der Firma Ambu hergestellt werden. Präklinisch wird allen Patienten mit Verdacht auf eine Halswirbelsäulenverletzung, besonders bei Verdacht auf HWS-Fraktur, eine HWS-Schiene angelegt, beispielsweise nach einem Sturz aus großer Höhe oder Verkehrsunfällen. Sie wird entsprechend traumatisierten Patienten bereits vor der Rettung am Unfallort angelegt und solange belassen, bis eine knöcherne Verletzung ausgeschlossen ist. Das soll verhindern, dass eine möglicherweise bestehende Verletzung durch Bewegung des betroffenen Wirbels verschlimmert wird .

Entscheidet sich ein Rettungsdienstmitarbeiter eine Cervicalstütze anzulegen, so stellt er möglicherweise die Verdachtsdiagnose "HWS-Fraktur", da aus der (Fremd-)Anamnese Informationen über Gewalteinwirkungen auf die Halswirbelsäule hervorgegangen sein könnten, oder aber er legt die Cervicalstütze an, weil es ihm sein vorgegebener Algorithmus vorschreibt, bzw. er rein prophylaktisch handelt.
Zu beachten ist dabei, dass eine Cervicalstütze nicht die komplette Halswirbelsäule vor Bewegung und somit Manipulation schützt, sondern nur die Halswirbelkörper I - V (1-5). Da die HWS aber aus insg. sieben Wirbelkörpern besteht und man präklinisch nicht diagnostizieren kann, ob tatsächlich nur einer der ersten fünf Wirbel gebrochen ist, ist eine komplette Immobilisierung unumgänglich.

Der Alltag zeigt, dass dies nicht allen Mitarbeitern bewusst ist. Früher galt die Anlage einer Cervicalstütze als ausreichend zur Immobilisierung der HWS. Diese Meinung ist überholt.

Die HWS-Schienen gibt es in verschiedenen Größen für Babys, Kinder und Erwachsene. Inzwischen gibt es auch variable Modelle die in ihrer Größe der Halslängen angepasst werden können. Zur Auswahl der richtigen Größe denkt sich der Anwender zwei transversale Linien an Kinnspitze, Kopf in Neutralstellung, und über der Schulter, misst diesen Abstand mit seinen Fingern ab und überträgt ihn auf die HWS-Schiene.

Die HWS-Schiene schützt vor
- einer Nervus phrenicus-Parese
- dem Eintreten des Dens axis in die Medulla oblongata

Die Mehrfachverwendung der HWS-Schiene ist umstritten. Vermutlich aus wirtschaftlichen und haftungsrechtlichen Gründen geben viele Hersteller die Geräte nur zum Einmalgebrauch frei.